Jagdgesellschaft Pardiel Bad Ragaz - 1505 Jagdgesellschaft Pardiel

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Jagdgesellschaft Pardiel Bad Ragaz

Die Pächterin und die Pächter
Vordere Reihe v.l.
Urs Thommann, Obmann
Martin Vils
Barbara Hubschmid
Max Riederer
Hintere Reihe v.l.
Julius Thomann
Reto Laetsch
Hans Peter Komminoth
Roland Widrig
Amadeus Muoth
Sepp Scherrer


*****
Jagdjahresbericht 2017 /2018

von Amadeus Muoth
1. Realschulklasse in Matells am 3. Juli 2017

Es freut mich ausserordentlich, dass ich in meiner Klasse das Interesse am Ausführen verschiedener Arbeiten am Wildablenkungsfütterungsacker in Matells begeistern konnte. Die Schülerinnen und Schüler haben sich somit auch mit dem Thema Wild und deren Schutz auseinandergesetzt.

Warum jagen wir das Wild eigentlich?
«Die Jagd ist eines der grössten Geschenke der Natur an die Menschen. Wer weidgerecht jagt, steht mitten in der Ordnung des Lebens!»
Schon wieder blicken wir auf ein verflossenes Jahr zurück. Während ich diese Zeilen niederschreibe, wird das öffentliche Leben von zunehmend grossen Problemen beherrscht: Etwas entwerteter Franken, schwieriger werdendes wirtschaftliches Umfeld, Völkerwanderung nach Europa sowie zukunftsweisende Abstimmungen sind nur einige wenige Themen, welche die Menschen in unserem Land momentan beschäftigen.

Somit sollten wir Jäger denn einsehen, dass die Jagd im täglichen Leben immer nur einen sehr kleinen Platz einnehmen wird. Werden wir uns dieser Tatsache bewusst, sehen wir unsere Tätigkeit als wichtig an, machen wir aber nicht den Fehler, zu vergessen, dass für uns alle die Jagd eine Freizeitbeschäftigung ist. Die Freude an unserer Leidenschaft wird bestimmt grösser, wenn wir der Jagd in unserem Leben den richtigen Stellenwert zuordnen und sie nicht überbewerten. Unter diesem Gesichtspunkt sollen auch die folgenden Zeilen über das vergangene Jahr wie auch zur Gegenwart und Zukunft gesehen werden.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) schrieb:
Unsere Jagdwünsche sind
Vorgefühle der Fähigkeiten,
die in uns liegen, Vorboten desjenigen,
was wir zu leisten imstande sein werden.
Was wir jagdlich können und möchten,
stellt sich in unserer Einbildungskraft
ausser uns und in der Zukunft dar;
wir fühlen eine Sehnsucht nach dem,
was wir schon im Stillen bereits besitzen.
So verwandelt ein leidenschaftlich’ jagdliches
Vorausergreifen das wahrhaft Mögliche
in ein erträumtes Wirkliches.

Das vor rund 200 Jahren Gedachte hat heute, meine ich, genauso seine Richtigkeit.
Was wünschen wir uns denn?
Vielleicht ist das die Frage, die wir uns am Jagdjahresende stellen müssten. Womöglich sollten wir mehr auf unser Innerstes hören. Vermutlich aber sind wir meist gar nicht in der Lage, unsere eigenen Gefühle zu formulieren und schon gar nicht, sie offen auf den Tisch zu legen. Versuchen können wir es aber… jeder für sich alleine oder zusammen mit seinen Nächsten.
In den letzten Jahren wurde es eher schwieriger im Umfeld der Jagd. Dies ist aus meiner Sicht nicht ein Phänomen der Jagd. Unsere Gesellschaft ist kritischer geworden und ist sich gewohnt, alles zu hinterfragen. So wird es auch immer schwieriger, in der Öffentlichkeit unser Tun zu begründen. Gleichzeitig wirken verschiedene Kräfte wie Tierschützer oder auch Naturschutzorganisationen mehr oder weniger offen gegen die Jagd.
Aus diesen Gründen ist die Arbeit, sprich: Hege und Pflege in unserem Jagdrevier Pardiel von grösster Bedeutung. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Jagdgesellschaften nicht erkennen, dass es äusserst wichtig ist, die Interessen der Jägerschaft auf verschiedenen Ebenen zu vertreten. Nur durch gemeinsames Vertreten der Interessen werden wir die Jagd, wie sie heute besteht, auch in Zukunft noch ausüben können.

Somit wünsche ich mir, dass die Bevölkerung spürt, wie viel Herzblut und Engagement in unserer Arbeit steckt und dass wir unter anderem dAmadeus Muothadurch mehr Verständnis entgegennehmen dürften. Dass unsere Bevölkerung erfährt, vernimmt, wahrnimmt, weiss, bemerkt und hört, dass wir vom Vasanachopf bis zur Ebene von Matells mit seinem Wildablenkungsfütterungsacker sowie vom Zanuztobel bis zur Saar mit ihrem Bannwald, unsere Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Apparate und Vehikel «sprechen» lassen.

Am Ende des Jagdjahres 2017 / 2018 ist es mir ein Bedürfnis, euch allen Danke zu sagen und von Herzen viel Gutes zu wünschen. Ein ereignisreiches Jagdjahr mit vielen positiven Eindrücken gehört der Vergangenheit an.

In diese Sinne wünsche ich fürs 2018 / 2019 unserem stets umsichtigen Obmann, Urs Thomann, unserem Aktuar, Reto Laetsch, unserem Maschinisten, Josef Scherrer, unserem Hegechef, Roland Widrig, unseren Holzbauchfachmännern, Max Riederer und Martin Vils, unserer Mithüttenchefin aus der Residenz Schalfa, Barbara Hubschmid, unserem Hüttenchef aus der Residenz Bannhöfli, Hans Peter-Komminoth, unserem jüngsten Spross, Julius Thomann und selbst auch dem Jagdjahresberichterstatter gute Gesundheit, viele kleine Freuden, Humor und die Grosszügigkeit, über menschliche Schwächen hinwegzusehen und auch mit sich selber liebevoll umzugehen.
Gehabt euch wohl                             
Amadeus Muoth




 
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